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CAPE EPIC - das Erlebnis der Superlative

Urlaub am Kap, Safari, Tafelbergumrundung und beste Weinanbaugebiete – für Südafrikafreunde die schönsten und bekanntesten Urlaubsinhalte.

Doch was unsere beiden Teamfahrer Arndt Meschke und Sven Gerber im Rahmen ihrer Südafrika-Reise erlebten, erinnert an nichts dergleichen. Weder fanden sich afrikanische Skulpturen oder Straußenlederpodukte, noch feinste Ebenholz-Schnitzereien unter den Mitbringseln. Satt dessen zierten etliche Hautabschürfungen und sonnenverbrannte Oberschenkel die beiden Biker, und unzählig ramponierte und defekte Radteile bildeten das Reisegepäck.

“Cape Epic“ nannte sich der Spaß, für welchen sie nicht nur ihren Jahresurlaub opferten, sondern auch im Vorfeld jede freie Minute für Training und Vorbereitung aufbrachten. Mit der Teilnahme am größten und schwersten Mountainbike-Etappenrennen der Welt erfüllten sie sich einen langgehegten Wunsch. Nach einigen Versuchen in den Vorjahren, bei der Verlosung der 1.100 Startplätze Erfolg zu haben, klappte es 2010 endlich. Im weltweit hochrangigsten Feld aller Etappenrennen rechtfertigten sie nicht nur ihren Startplatz, sondern landeten mit Gesamtrang 23, unter mehr als 550 Zweierteams aus mehr als 50 Ländern, zudem einen beeindruckenden Achtungserfolg.

Das Cape Epic, das mehr TV-Stunden zählt als jedes andere Mountainbike-Rennen der Welt, bedeutete für die beiden Vogtländer aber nicht nur eine achttägige Hetzerei entlang der viel fotografierten “Gardenroute“, sondern lieferte das reinste Bikeerlebnis auf allerhöchstem Niveau. „Wir sind schon viele Rennen gefahren, und kennen auch die Etappenrennen in Europa, aber das hier war einfach unglaublich.“ erzählten sie rückblickend. „Solche Streckenverläufe findest Du bei uns nicht, hier wird das krasseste und unwegsamste Gelände befahren. Dazu ein höllisches Tempo und die Hitze. Einfach absolut unglaublich.“ berichtet uns Arndt.

Doch nicht nur in Bezug auf Starterfeld und Streckenverlauf hatte die Normalität beim Cape Epic Sendepause. Rekordverdächtig war auch die Durchführung und Logistik. Alles, bis auf den Untergrund auf dem es stand, wurde im täglichen Rhythmus auf-, um- und abgebaut, angeschlossen, benutzt und weitertransportiert: der komplette Start- und Zielbereich, die gut 2.000 Einmannzelte samt seiner Matratzen, dazu die turnhallen großen Festhallen mit Verpflegungsmeilen und Chill-Out-Bars, die Bike-Supports inkl. Sanitär und Duschkabine für “Bike & Body“…

Und mit gigantisch lässt sich auch das Ergebnis umschreiben. Auch wenn der Rest des Team Vogtland Bike in heimischen Gefilden mitfieberte, einen solchen Husarenritt hätten dem Duo nur die wenigsten zugetraut. “Top 50“ hieß das unausgesprochene Ziel und hätte bereits den vollen Erfolg bedeutet, doch was dann folgte, übertraf die kühnsten Erwartungen.
Im Feld der Topleute, so Schulter an Schulter mit den ganz großen Cracks – und das nicht nur an der Startlinie – hat natürlich dazu beigetragen und ein ganzes Stück Extramotivation geschaffen. „Das war schon absolutes Limit was wir gefahren sind. Permanentes Vollgas. Dazu hatten wir wirklich top Material und auch das nötige Quäntchen Glück bei den wenigen Pannen und Stürzen.“ resümiert Sven rückblickend.  

Doch da man sich dieses bekanntermaßen hart erarbeiten muss, kann man nur den Hut ziehen. Und um den Rahmen der Superlative im Bezug auf das Cape Epic zu wahren, stellt der 23.Gesamtrang nicht nur das viertbeste Amateurteam dar, sondern auch das fünftbeste Team mit deutscher Beteiligung.

So mag das Vogtland zwar kein Mittelgebirge mit famosen Alleinstellungsmerkmal sein, an den einheimischen Bikern jedoch, scheint es nur schwer ein Vorbeikommen zu geben…

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