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Mo

28

Jun

2010

Sieg beim 24h Rennen München -> 24h²

Extrem-Rundenhatz beim 24h Race im Olympiapark München

 

Als Doppelpack präsentierten sich das Team Vogtland Bike zusammen mit dem Team Zwillingscraft und der Fahrerbesetzung Sven Gerber & Stefan Gorscak beim diesjährigen 24h-Mountainbikerennen im Münchner Olympiapark am Wochenende 26./27. Juni 2010.

Im 2er-Teamwettbewerb wurde dabei ein erfolgreiches Ergebnis anvisiert – und das gegen die renommierte Konkurrenz des Ergon 24h Racing Team oder das Scott Racing Team.

 

Mit dem Startschuss um 11:30 Uhr am Samstag nahm das Duo die Rolle des “Hasen“ im Feld der Doppelstarter ein, immer vornweg und der Rest der Meute hinterher….. Von der Spitze weg zogen die beiden unaufhörlich ihre Kreise. Weder Sonne, Hitze, Dunkelheit oder Müdigkeit konnten ihnen was anhaben, lediglich Erik & Julia – als Betreuer – ihnen das Wasser reichen…

 

“Abwechslung“ war somit das Unwort des Wochenendes, denn der Tagesablauf ist schnelle erzählt: neben Warmfahren, Runden spulen, Nahrungsaufnahme, Kurzregeneration & Massage sowie Ultrakurz-Schlafeinheiten gab es nix “aufregendes“ zu erleben. Der persönliche “Stand by Modus“ wechselte im Rundenrhythmus mit dem “Red Allert Highspeed“-Gang. Nur leider verrannen die Minuten wie Stunden und das Ende war lange Zeit allzu fern.

 

Doch besondern in den Nachtrunden zeigte das Vogtland Bike - Zwillingscraft Team eine extreme Konstanz an Rundenzeiten und so konnten sie sich hier entscheidend vom Rest des Feldes absetzen.

 

Was gut 24 Stunden , 55 Runden und ca. 620 Kilometer später zu Buche stand, war mehr als beeindruckend: Rang eins mit doppeltem Rundenvorsprung. Und das als Start-Ziel-Sieg vor dem favorisiertem Ergon 24h Racing Team mit Kim Tofaute und Benjamin Brochhagen…

Und auch das Material hielt was es versprach…. das CUBE hat den nächsten Dauertest bestanden…

 

Auch im Achterteam war das Team Vogtland Bike erfolgreich. In der Besetzung Andy und Rico Leistner, Hagen Uhlemann, Mike Seidel, Michael Schankin, Derrick Schönfelder, Thomas Peschke und Sven Friedrich sicherte sich das Team am Ende Rang 2 am.

 

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Mi

02

Jun

2010

Transgermany

Horror-Einstieg 2010:   7 Starter + Pech² + H2O + 3xCO2 = 4 Starter

Mit der vierten Teilnahme bei der vierten Auflage startete das Team Vogtland Bike Schöneck in die diesjährige Trans Germany. Nicht nur auf neuer Strecke, nicht nur verkürzt auf vier Etappen. Nein, so groß wie noch nie zuvor präsentierte sich das größte Etappenrennen Deutschlands. Sage und schreibe 1.200 Teilnehmer warteten in den unterschiedlichen Startblöcken in Garmisch auf die allseits bekannte Etappenhymne Highway to hell von AC/DC!

Bereits zu diesem Zeitpunkt waren die meisten Trikots und Hosen vom Regen wassergetränkt. Wie in den letzten Jahren auch, wartete die Auftaktetappe mit dickem Wolkenband, ordentlichen Regengüssen und glitschigen Schlammpassagen auf. Kein Bikerwetter. Dazu noch Temperaturen knapp über den Gefrierpunkt ließen die Hände und Füße regungslos am Lenker oder Pedal kleben. Rennchef Uli Stanciu sprach gar von der nasseste Etappe in die Geschichte der Trans Germany…

Doch wer vorne mit dabei sein wollte, musste von Anfang an Gas geben. Auch wenn die ersten knapp 85 Kilometer von Garmisch-Partenkirchen nach Lermoos nicht unbedingt die technisch anspruchsvollsten waren, so eigneten sich die gut 2.200 Höhenmetern sehr wohl dazu, gleich ordentlich Minutenpackungen zu erhaschen oder zu verteilen.

Gleich vom Start weg ging es ohne Aufwärmrunde knackig bergauf zur Partnachalm. Bereits hier zeigte sich bei dem ein oder anderen eine eher ungenügende Kraftentwicklung bzw. technische Problemchen. Während Arndt Meschke nach einem Platten zum ersten Mal seinen Reifen flickte und Sven Gerber mit Pulsproblemen nach seiner Form suchte, waren die ersten Gruppen weg. Nur Norman Carl konnte sich noch festbeißen und über das Gut Elmau und den Ferchensee in die Leutasch hinein in einer der Verfolgergruppen “überleben“. Dahinter kämpften Rico Leistner und Sven Friedrich in einer weiteren Gruppe.

Weiter ging die Route über das ins Inntal, das Gaistal bis zur Ehrwalder Alm. Während die Spitze des Feldes den Altmühlensteig nach Ehrwald herein flog, versuchte Arndt Meschke bereits erneut seinen zweiten Platten abzudichten. Sven Gerber war gar schon ausgestiegen. Die gesundheitlichen Defizite nach überstandener Viruserkrankung waren einfach zu groß. Als weiterer Ausfall musste Daniel Lawitze das Rennen beenden und sich nach einem schweren Sturz zur Untersuchung ins Krankenhaus begeben.

Norman Carl, Rico Leistner und Sven Friedrich kämpften dagegen weiter gegen Kälte und Nässe an. Dazu auch noch Jaqueline Männel im Frauenfeld.

Erst die steile Abfahrt bis zum Lermooser Moos, wo Bremsen mit angefrorenen Händen nur schwer möglich war, dann folgte die Schwerstarbeit – der extreme Anstieg zur Tuftlalm. Und wie sollte es anders sein. Während Norman Carl im Forderfeld weiter den Anschluss zu den Top50 hielt, pumpte Arndt Meschke ein drittes Mal. Wieder Platten, wieder Schlauchwechsel, wieder Zeitverlust.

Über die Abfahrt von Lähn über Obergarten ging es hinunter zum Ziel nach Lermoos. Mit Rang 57 für Norman Carl und Rang 90 für Arndt Meschke, der nach Zieleinlauf ebenfalls demoralisiert ausstieg, endete die erste Etappe. Dahinter folgten bei ihrer Prämiere Rico Leistner auf Rang 148, Sven Friedrich auf Rang 101 der Masterskategorie und Jaqueline Männel auf Rang 46 in der Damenkonkurrenz.

Während Ex-MTB-Weltmeister Christoph Sauser (Team Specialized Factory Racing) aus der Schweiz seinen Sieg feierte, herrschte im Team Vogtland Bike Schöneck Ratlosigkeit.

Was für ein Tag - Pech auf ganzer Linie und bereits zum Auftakt auf 4 Fahrer dezimiert…

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Mi

19

Mai

2010

Karwendel Bike Days

Team-Einzelsieg, Gesamtführung, Podestplatz

Karwendel Bike Day – SOG Event – Powered by Hai Bike – klingt alles nach gaaanz großem MTB-Sport. Was dann jedoch im feinsten Alpenpanorama um Mittenwald, Krün und Wallgau geboten wurde, erntete meist nur ein müdes Kopfschütteln.

Über vier Etappen sollten sich die Bike Days erstrecken, dabei mit unterschiedlichsten Disziplinen für allerlei Spaß & Action sorgen. Leider spielte das Wetter hierbei überhaupt nicht mit. Temperaturen um die 5 Grad, andauernder Regen und somit aufgeweichte, glitschige Strecken sorgten nicht gerade für Begeisterungsstürme unter den Startern.
Das Teilnehmerfeld wohl deshalb mehr als “übersichtlich“, nur um die 60 Biker fanden den Weg ins Bayrische lohnenswert. Mit dabei jedoch die komplette Armada der Biketeams Vaude – Simplon sowie Votec Racing und Hai-Bike.

Als Team Vogtland Bike starteten im Zweierteamwettbewerb Arndt Meschke & Sven Gerber, dazu hatte sich Norman Carl für einen Start am Sonntag beim abschließenden Marathon, gleichzeitig Bayerische Marathon Meisterschaft, entschieden.

Mit dem 40 km Prolog am Donnerstag startete der Spaß und so kam es zum erwarteten Kampf der ca. 20 arrivierten Mountainbiker untereinander. Nach der ersten Schlamm- und Regenschlacht rangierte hierbei Arndt Meschke als 6. sowie Sven Gerber als 12. im vorderen Feld. An der Spitze Markus Kaufmann (Team Vaude – Simplon). Dabei zeigte sich das Rennen nicht nur wettertechnisch, auch organisatorisch eher verbesserungswürdig…

Nach kurzer Trockenpause schloss sich am Freitag ein 4-Stunden Rennen auf einer niveaulosen, halb Asphalt-, halb Schotter-Runde an. Auf gut 5 Kilometer mit ganzen 25 Höhenmetern “gespickt“ war dies eher ein Ovalrennen mit Drehwurm-Charakter. Nichtsdestotrotz verwiesen Arndt & Sven die restliche Meute und sicherten sich den Tagessieg der Zweierteams und zugleich die Gesamtführung. Nur die Bikewash-Anlage fehlte – aber bei Dauerregen und ordentlich Schlamm und Dreck ja auch nicht zwingend erforderlich…

Tag 3 – Dauerregen, nochmals Temperatursturz und die Vorhersage von Schnee auf 800 Metern ließen die Lust und die Motivation in den Keller fallen. Das Einzelzeitfahren über 23km war als Bike-Biathlon an der Schießanlage in Mittenwald angesetzt. Und schon beim Einschiessen wurde klar – hier ist nichts zu holen, außer Krankheiten, Stürze etc. So entschieden sich die beiden Team Vogtland Bike-Starter gegen einen Start und für die kampflose Aufgabe der Gesamtführung.

Auch beim abschließenden Marathon am Sonntag – aufgrund des Wetters von  80km/2000Hm auf 54km/1800Hm verkürzt – gingen die beiden nicht an den Start. Dafür nahm Norman Carl an den Bayrischen Meisterschaften teil. Bei 2 Grad und einsetzendem Schneefall kein wirkliches Vergnügen, am Ende jedoch mit Gesamtrang 20 und dem Bronzerang in der Seniorenwertung der Landesmeisterschaften recht erfolgreich.

Herzlichen Glückwunsch Norman.

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Di

04

Mai

2010

Bike Marathon Riva del Garda

Ma per favore, estremamente lungo - Aber bitte extrem

 

Mit vier Startern nahm das Team Vogtland-Bike am Wochenende bei Europas größtem MTB-Spektakel, dem SYMPATEX BIKE Festival Garda Trentino in Riva am Gardasee teil. Zu den beiden vogtländischen “Dauerbrennern“ Sven Gerber und Arndt Meschke gesellten sich mit Norman Carl und Steffen Langer die beiden neuen Teamfahrer.

Doch “Nicht kleckern, sondern klotzen!“ hieß es wieder, und so begaben sich alle vier auf die längste Distanz - “Ronda Extrema“ genannt, nicht weniger als 108km lang und mit ordentlichen 3653 Höhenmetern versehen.

Am Start dazu die bekannten Gesichter aus vergangenen Cape Epic Tagen in Südafrika, die MTB-Profis Karl Platt, Stefan Sahm und Thomas Dietsch(Team Bulls), Hannes Genze und Moritz Milatz (Team Mutivan Merida), Alban Lakata sowie zahlreiche weitere Topfahrer. Somit war klar “Speed ist Trumpf!“ in den Bergen um den Gardasee.

Von Beginn an war das Quartett vorn mit dabei und reihe sich in den Top 50 ein. Doch nicht immer kann man das Glück auf seiner Seite haben und so machte der ein oder andere in diesem Rennen mit verschiedenen Problemen und Hindernissen Bekanntschaft.

Zuerst erwischte es Sven Gerber in aussichtsreicher Position. Nach 30km zerriss sein Reifen und lies sich auch nach verschiedenen Versuchen nicht endgültig abdichten. Mit defektem Rad, nur halber Luft und fehlender Traktion somit keine Chance das Rennen zu beenden. Aufgabe nach nicht mal einem Drittel…

Als nächster an der Reihe:  Norman Carl - ebenfalls im Top 50 Vorderfeld. Als wahrer “Samariter“ leistete er einem vor ihm fahrenden Konkurrenten Erste Hilfe nach einem heftigen Sturz. Die Minuten verrannen, Plätze gingen verloren. Nach unendlichen 5 Minuten warten, setzte er das Rennen nach Eintreffen der Sanitäter fort.

 Auch Arndt Meschke blieb nicht ganz vom Pech verschont, vor der letzten Abfahrt machte sich ein schleichender Plattfuß am Vorderrad bemerkbar. Zähneknirschend musste er das Tempo in der Abfahrt drosseln. Trotzdem Glück im Unglück, er erreichte das Ziel in einer überraschenden Zeit von unter 5 Stunden, was sonst nur den Profis gelang. Rang 22 stand zu Buche und der Blick ging zurück auf die kommenden TVB-Starter.

Als nächster bog Norman Carl um die Ecke – Rang 42 in 5:19 Stunden und besagter 5-minütigen “Zeitbonifikation“. Respekt dem Samariter!  Kurz dahinter  folgte mit Steffen Langer, Rang 83 in 5:49 Stunden der letzte verbliebene Team Vogtland-Bike-Starter.

Tolles Ergebnis – ausschließliche Top 100 Ergebnisse. Nur der Defektteufel sowie der Sturz von André Wagenknecht beim Freeride Run sorgten für einige Wermutstropfen…

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Do

22

Apr

2010

CAPE EPIC - das Erlebnis der Superlative

Urlaub am Kap, Safari, Tafelbergumrundung und beste Weinanbaugebiete – für Südafrikafreunde die schönsten und bekanntesten Urlaubsinhalte.

Doch was unsere beiden Teamfahrer Arndt Meschke und Sven Gerber im Rahmen ihrer Südafrika-Reise erlebten, erinnert an nichts dergleichen. Weder fanden sich afrikanische Skulpturen oder Straußenlederpodukte, noch feinste Ebenholz-Schnitzereien unter den Mitbringseln. Satt dessen zierten etliche Hautabschürfungen und sonnenverbrannte Oberschenkel die beiden Biker, und unzählig ramponierte und defekte Radteile bildeten das Reisegepäck.

“Cape Epic“ nannte sich der Spaß, für welchen sie nicht nur ihren Jahresurlaub opferten, sondern auch im Vorfeld jede freie Minute für Training und Vorbereitung aufbrachten. Mit der Teilnahme am größten und schwersten Mountainbike-Etappenrennen der Welt erfüllten sie sich einen langgehegten Wunsch. Nach einigen Versuchen in den Vorjahren, bei der Verlosung der 1.100 Startplätze Erfolg zu haben, klappte es 2010 endlich. Im weltweit hochrangigsten Feld aller Etappenrennen rechtfertigten sie nicht nur ihren Startplatz, sondern landeten mit Gesamtrang 23, unter mehr als 550 Zweierteams aus mehr als 50 Ländern, zudem einen beeindruckenden Achtungserfolg.

Das Cape Epic, das mehr TV-Stunden zählt als jedes andere Mountainbike-Rennen der Welt, bedeutete für die beiden Vogtländer aber nicht nur eine achttägige Hetzerei entlang der viel fotografierten “Gardenroute“, sondern lieferte das reinste Bikeerlebnis auf allerhöchstem Niveau. „Wir sind schon viele Rennen gefahren, und kennen auch die Etappenrennen in Europa, aber das hier war einfach unglaublich.“ erzählten sie rückblickend. „Solche Streckenverläufe findest Du bei uns nicht, hier wird das krasseste und unwegsamste Gelände befahren. Dazu ein höllisches Tempo und die Hitze. Einfach absolut unglaublich.“ berichtet uns Arndt.

Doch nicht nur in Bezug auf Starterfeld und Streckenverlauf hatte die Normalität beim Cape Epic Sendepause. Rekordverdächtig war auch die Durchführung und Logistik. Alles, bis auf den Untergrund auf dem es stand, wurde im täglichen Rhythmus auf-, um- und abgebaut, angeschlossen, benutzt und weitertransportiert: der komplette Start- und Zielbereich, die gut 2.000 Einmannzelte samt seiner Matratzen, dazu die turnhallen großen Festhallen mit Verpflegungsmeilen und Chill-Out-Bars, die Bike-Supports inkl. Sanitär und Duschkabine für “Bike & Body“…

Und mit gigantisch lässt sich auch das Ergebnis umschreiben. Auch wenn der Rest des Team Vogtland Bike in heimischen Gefilden mitfieberte, einen solchen Husarenritt hätten dem Duo nur die wenigsten zugetraut. “Top 50“ hieß das unausgesprochene Ziel und hätte bereits den vollen Erfolg bedeutet, doch was dann folgte, übertraf die kühnsten Erwartungen.
Im Feld der Topleute, so Schulter an Schulter mit den ganz großen Cracks – und das nicht nur an der Startlinie – hat natürlich dazu beigetragen und ein ganzes Stück Extramotivation geschaffen. „Das war schon absolutes Limit was wir gefahren sind. Permanentes Vollgas. Dazu hatten wir wirklich top Material und auch das nötige Quäntchen Glück bei den wenigen Pannen und Stürzen.“ resümiert Sven rückblickend.  

Doch da man sich dieses bekanntermaßen hart erarbeiten muss, kann man nur den Hut ziehen. Und um den Rahmen der Superlative im Bezug auf das Cape Epic zu wahren, stellt der 23.Gesamtrang nicht nur das viertbeste Amateurteam dar, sondern auch das fünftbeste Team mit deutscher Beteiligung.

So mag das Vogtland zwar kein Mittelgebirge mit famosen Alleinstellungsmerkmal sein, an den einheimischen Bikern jedoch, scheint es nur schwer ein Vorbeikommen zu geben…

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So

28

Mär

2010

CAPE EPIC l Stage 8 - Finish l

Ende gut – Alles gut!

Zum Abschluss der Expedition Cape Epic standen für Arndt & Sven nochmals 65 Kilometer auf dem Plan. Svens Einschätzung „Die letzte Etappe und um ehrlich zu sein reicht es jetzt auch.“ sagt wohl einiges zu den Anstrengungen aus. Nach dem Stand in der Gesamtwertung sollte es vor allem darum gehen, die Verfolger auf Distanz zu halten und wohlbehalten das Ziel in Lourensford zu erreichen.

Auch wenn die Abschlussetappe traditionell am kürzesten ist, war es dennoch kein Zuckerschlecken. In bereits bekanntem Terrain ging es durch die landdestypischen Weinanbaugebiete. Kurze, knackige Kuppen wechselten sich mit längeren Anstiegen ab.
Zum Luftholen also kaum Zeit. Dazu die Beine aufgrund der gestrigen Tempohatz auch schon ziemlich müde.

Mit dem Gamtoe Pass stand nochmals eine echte Herausforderung an. Der neue Weg durch das  Hottentots Holland Naturreservat war das letzte große Hindernis vor der langersehnten  Zieldurchfahrt. So richtig wollten die Beine nicht mehr, immer wieder mussten die Beiden in den Sandpassagen des Anstiegs vom Rad. Der Akku war leer. Nach 8 Tagen auch mehr als verständlich.

Nochmals ging es in den Abfahrten durch die Weingärten der Region. Von hier aus war bereits ein erster Blick gen Ziel möglich. Neben all der Erschöpfung machte sich auch ein erstes Lächeln breit. So langsam wird es greifbar – das Ziel des Cape Epic. „Als dann die 5 Kilometer-Marke auftauchte gab es kein Halten mehr - wir flogen sicher mit mehr als 50km/h über eine Schotterpiste ins Ziel“ erzählte uns Sven glücklich.

Auf Platz 30 durchfuhren sie letztmals den Zielbogen. Es ist geschafft! Das Strampeln, Leiden und Entbehren der letzten Monate hat ein Ende. Nun gibt’s nur noch eins – mit der Finisher Medaille um den Hals den Erfolg feiern.

Mit Gesamtrang 23 in einem Top-Starterfeld der weltbesten Mountainbiker hat man bewiesen, dass auch im Vogtland Rad gefahren werden kann. Noch nie haben Vogtländer am schwersten MTB-Rennen der Welt teilgenommen, noch nie war ein Erfolg höher zu bewerten. Jungs, wir sind stolz auf Euch!!

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Sa

27

Mär

2010

CAPE EPIC l Stage 7 - Blutgeschmack l

Die Tage sind gezählt, die Plätze bezogen
 
Dann also doch: nach 6 Etappen mit feinstem Sommerwetter kamen zusammen mit den Regenwolken, vermehrt Kälte und Sturm ins Oak Valley, womit die äußeren Bedingungen mehr als widerlich waren.

Aufgrund des Wetters waren die langen Kieswege nicht allzu schnell und staubig, die staubigen Ackerwege ehe schmierig glatt. Mit den heutigen 99 Kilometern, wurde letztmals an der 100 Kilometermarke gekratzt. Nochmals beteiligte man sich daran die einzelnen Gruppen im Highspeed-Tempo zu sprengen. Auch der Anstieg zur Lebanon Hochebene diente hier perfekt, der schmierige Untergrund forderte zwar seinen Tribut, jedoch konnten hier direkte Konkurrenten der Top 25-Wertung auf Distanz gehalten werden.

Was folgte waren einige der tollsten Singstrails Südafrikas, nur leider kam bei diesem Wetter nicht so recht Spaß auf. Kurze, steile Rampen wechselten sich mit schmalen, abwährsführenden Pfaden ab. Bei beschlagener Brille sowie eiskalten und nassen Füßen extrem problematisch. Doch nochmals kamen Arndt und Sven ungeschoren davon – sturz- & unfallfrei und dazu noch Platz 24 im Tagesklassement.

Vor der morgigen Abschlussetappe liegen die beiden mit 18 Minuten Vorsprung nach hinten auf einen 23. Gesamtrang. „Den wollen wir natürlich mit nach Hause bringen und so werden wir morgen eher auf Sicherheit fahren, um nix mehr anbrennen zu lassen.“ meint Sven.

Wir drücken also nochmal die Daumen und hoffen das es so kommen möge…

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Fr

26

Mär

2010

CAPE EPIC l Stage 6 - Hard Ride l

Gipfelglück & Freerideträume

Nach bereits 5 ereignisreichen Etappen wartete nun mit der Königsetappe der nächste ricthige Hammer. Auch wenn sich die 2300 Höhenmeter auf 123 Kilometer weg nicht sonderlich von den letzten Tagen unterscheidet, so waren es hier vor allem die letzten 30 Kilometer, welche den Großteil des Höhenunterschieds parat hielten.

Im neutralisierten Konvoi ging es aus Worcester hinaus. Auf  der breiten Straße dann der scharfe Start und gleich schnellte die Tachonadel jenseits der 40 km/h Marke. „Wir wollten bis in die ersten Berge bei km 35 an der Spitzengruppe dran bleiben, um uns im Windschatten etwas verstecken zu können.“ war das erklärte Ziel der Beiden. Immer wieder verließ die Strecke die breite Piste, um mit kleinen, aber feinen Kuppen zusätzliche Hindernisse einzustreuen. Nur nicht den Anschluss verlieren - denn allein im Wind hatte man hier keine Chance.
Nach der ersten Verpflegung dann in die erste Bergkette und sofort riss die Gruppe auseinander und die MTB-Profis zeigten wo der Hammer hängt… Steinige und verblockte Trails zogen sorgsam den Saft aus den Muskeln. Auch wenn Svens Magen immer noch nicht der alte war, so kannten sie ordentlich Druck machen. Doch diesmal schlug der Defektteufel zu – Platten an Arndts Hinterrad, welcher dank Tubeless System mit CO2-Patrone und einem Schlückchen frischer Latexmilch wieder in Form und Funktion gebracht wurde. Na dann kanns ja weitergehen… Durch ein einsames Tal geht es bei Kilometer 95 in Richtung des entscheidenden Anstiegs nach Porcupine Hills. Wie erwartet extrem steil, aber dazu auch noch sehr ausgewaschen und sandig. Über eine weite Ebene durch das Naturreservat Groenlandberg ging es dann weiter in die Downhills Richtung Ziel.

Hier konnten Arndt & Sven zusammen mit dem tschechischen Team Specialized CZ noch ein paar vor ihnen liegenden Teams auffahren. Auch die Trails der letzten 20 Kilometer in Thandi und Oak Valley zauberten nachmal ein Lächeln aufs Gesicht. Durch ein Waldgebiet ging es in engsten, flowigen Trails bergab bis ins Ziel. Ein Traum für jeden MTBler…

Platz 23 - und wieder in den Top 25 platziert. Super Sache.

So langsam geht auch der Blick in Richtung Gesamtklassement. Dazu immer die Hoffnung das das Wetter hält und man weiterhin von Stürzen und Defekten verschont bleibt. Denn „im Fahrerlager werden jeden Tag mehr und mehr Zelte frei - das Cape Epic zeigt seine Zaehne.“ sagt uns Sven.

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Do

25

Mär

2010

CAPE EPIC l Stage 5 - Time Trail l

Cape Epic Timetrial: Ready, Steady, Go!

Zeitfahren – 26 Kilometer und 860 Höhenmeter bedeuteten eine Laktatspülung vom allerfeinsten. Im 30-Sekunden-Takt, entgegengesetzt der Reihenfolge im Gesamtklassement, starteten die Teams. Mit dem finalen Startblock der Top 40 ging auch das Team Vogtland Bike Duo Arndt & Sven an den Start.

Um 11:22 Uhr ging es von der Rampe auf den sehr winkligen Kurs durch die Stadt Worcester hinaus ins Vorgebirge von Brandwacht. In Vorsichtiger Fahrweise versuchten die Beiden, aufgrund der Magen- & Verdauungsprobleme von gestern, mit einer vorsichtigen Fahrweise und mit leicht “angezogenem Bremshebel“ zu reagieren und Kräfte für die morgige Königsetappe zu sparen.

Nach einigem Auf und Ab ging es dann in die steileren Abschnitte des Tages, dazu der übliche Staub. Die folgenden Downhills hielten erneut wieder jede Menge Überraschungen parat und forderte den Fahrern alles technische und fahrerische Können ab. „Man muss höllisch aufpassen und jede Kurve mit voller Konzentration fahren, denn schwere Stürze sind tägliche Erscheinungen.“ Erzählt uns Sven. „ Auch Arndt hätte es hier fast erwischt, doch er kam mit verbogenen Kettenblättern davon.“

Nach 1:20 waren Arndt & Sven im Ziel. Dank Platz 31 im Elitefeld wurde im Gesamtklassement wenig Boden hergeschenkt (Gesamtrang 22). Und vielleicht dankt Svens Magen auch die leicht vorsichtige Fahrweise.

Mit 123km und 2300hm, sowie der Überquerung einiger Gebirgsketten und steiler Anstiege wartet also morgen ein wahres Gipfelabenteuer.
Wir sind gespannt.

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Mi

24

Mär

2010

CAPE EPIC l Stage 4 l

Überführungsetappe mit Problemen

Mit einer Überführungsetappe vor dem Zeitfahren am Donnerstag wurde erstmals in gemäßigtem Streckenprofil gefahren. Schlappe 86km betrug der Weg aus Ceres nach Worcester, wobei die ersten 35km relativ flach waren. Nach einigen Magenproblemen in der Nacht kam die Profilierung vor allem Sven entgegen. Fehlender Hunger, unruhige Verdauung und Übelkeit besorgten in der Nacht nicht nur ein ungutes Profil was die bevorstehende Etappe betrifft, sondern verhinderte auch eine notwendige Regeneration.

Auf den ersten Kilometern aus Ceres konnte das Tempo der Führungsgruppe gehalten werden. Wenns auch kaum gemütlich zuging, so hielt sich im ersten Etappendrittel doch eine relativ große Gruppe mit allen Topstars der Szene zusammen. Im Folgenden langen und zackigen Etappenverlauf mit permanenten auf und ab auf zahlreichen Singeltrails verlor Svens Reifen Luft. Platten – und der Anschluss an die erste Gruppe dahin. Dazu immer noch das flaue Bauchgefühl… Schadensbegrenzung war das Ziel.

Aufgrund des ständigen Wechsels aus Anstiegen und Abfahrten zersplitterte das Feld in zahlreiche Grüppchen. Mit Arndt als Lokomotive versuchten die Beiden noch einige Plätze gut zu machen, auch wenn sie Teams die in den letzten beiden Tagen hinter ihnen waren, heute vorbeiziehen lassen mussten. Es kann nicht jeden Tag perfekt laufen.

Gegen Ende der Etappe, mit Blick ins Flußtal des Breede, konnten sie dann doch nochmal zulegen. Stück für Stück kämpften sie sich wieder heran. Und wieder mal bestätigte sich die Weisheit “Gegen Ende musst Du stark sein!“.  Über den Boesmanberg ging es Richtung Ziel, Tagesplatz 29, einige Plätze eingebüßt, aber dennoch alles in Grenzen gehalten
.
Bis zum morgigen Timetrail hofft Sven nun auf eine ruhigere Nacht und auf die Auffüllung der Kraftspeicherung.

Kopf hoch, das wird schon wieder!

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Di

23

Mär

2010

CAPE EPIC l Stage 3 - a ride with the Champions l

Prominenter Beifahrer mit WM-Erfahrung gesucht!

Auch auf der dritten Etappe konnten sich Arndt & Sven wieder im Vorderfeld der 1.200 Cape Epic Starter platzieren. Mit Platz 22 stand sogar das Top-Ergebnis der ersten 3 Tage zu Buche.

Zum Frühstück gegen 5 Uhr begannen die Vorbereitungen auf den Tagesabschnitt um Ceres, welcher mit der Erhebung des Mount Evilrest als Haupthindernis der Etappe, aufgrund seiner Steigungsprozente gar des ganzen Cape Epic, aufwartete. Der wellige Beginn konnte so nur als Ruhe vor dem Sturm betrachtet werden. „Es ist immer schwierig sich anfangs zu Recht zu finden. Alle kämpfen um die beste Linie, es ist noch nicht wirklich hell die Bremsungen in den engen Trails wirbeln extrem viel Staub auf und die Sonne steht noch tief.“ Sven & Arndt reihten sich daher in der ersten Verfolgergruppe ein. Hauhalten war angesagt. Kräfte sparen, um am entscheidenden Hindernis nicht wertvolle Zeit zu verlieren. Konzentration, um das massive Gefälle der Abfahrt sturzfrei zu überstehen.

In zwei Rampen musste der Berg bezwungen werden. Die erste – mit 12% fast eben im Vergleich zur zweiten -  führte erneut entlang einer alten Bahnstrecke. Nur diesmal ohne Schotter und Schwellen, dafür extrem staubig, trocken und mit wenig Grip. Die anschließende kurze Ebene sorgte zumindest für etwas Erholung. Naja, Erholung, wie eben bei gut 35 Grad,  senkrechter Sonneneinstrahlung und dem Ausblick auf den vorausliegenden Gipfel möglich ist.

Hier schlossen sie zu einer vor Ihnen fahrenden Gruppe auf.  Na und gucke da: Herr Schurter und Herr Vogel waren hier die bekanntesten Gesichter. In feiner Gesellschaft des Schweizer MTB-Weltmeisters konnte nochmal ordentlich Gas gegeben und Boden gut gemacht werden. Die Anstiege wiesen nun fast 25% Steigung auf, dazu wenigstens fester Untergrund. Auch wenn das bei dem Tempo eher ein schwacher Trost war.
Bergab dann der erste Ausrutscher. Sven kam in einem engen Downhill kurz vom rechten Weg ab und sorgte für ein unvergessliches Andenken an seinem Knie. Der Gouda-Pass-Abstieg wird somit immer seinen Platz am Körper haben…

An Verpflegungspunkt 3 dann eine nette Überraschung – neben ausreichend Getränken wurden noch 10 Extrakilometer serviert. Aber kein Ding, bei 115km und 2280 Höhenmeter auf der Uhr, sowie Rad an Rad mit der Schweizer MTB-Fraktion ein wünschenswertes Final. Das Ziel in Ceres war bereits in Sichtweite. Dennoch schienen die flachen und extrem sandigen Wege nie enden zu wollen. Zum Glück taten sie es dann doch… auch wenn Schurter / Vogel nach mal einen Zahn zu legten machte sich im Ziel Zufriedenheit breit.

Im Gesamtklassement verbesserten sich Arndt & Sven dank des Topresultats ebenfalls auf Rang 22.

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Mo

22

Mär

2010

CAPE EPIC l Stage 2 l

Deutschlands dritte Kraft

Mit dem Start der 2. Etappe um 7 Uhr ging es auf die 90km in und um Ceres. Für 3 Nächte bietet das Eldorado für Mountainbiker die Heimat des Cape Epic-Trosses.

Zusammen mit der Spitzengruppe wurde aus Startblock 1 gestartet. In Höllentempo ging es durch die Stadt auf die berüchtigten Singletrails der Umgebung zu. Stufig, felsig und massiv verblockt stellten sie sich in den Weg, ließen kaum einen konstanten Fahrrhythmus zu.
Dazu ein immer enger werdender Streckenverlauf. Steil und technisch anspruchsvolle ging es die ersten 1000 Höhenmeter bergauf - am Stück natürlich. Hier splittete sich das Feld in unzählige Gruppen. Mit Erreichen von Eselfontein zeigten sich auch erste Abfahrten und Downhills, die trotz Anstrengung jedes MTB-Herz höher schlagen ließen. In Deutschland eher als Cross Country Gelände bekannt, schmückte dies hier die derbsten Marathonstrecken.

Mit guten Tempo kamen beide voran. „Der Motor bei mir läuft jetzt rund und so konnten wir ein zügiges Tempo anschlagen und uns von einigen Gruppen absetzen.“ so Sven.
Der restliche Weg zum Ziel sah auf dem Höhenprofil eher flach und abfallend aus, aber Fehlanzeige. Tiefer Sand und erneut engste Trails raubten auch hier ordentlich Kraft.
Bei Kilometer 80 setzten Arndt & Sven dann zum Endspurt an. Die letzten 10 Kilometer Vollgas. Doch aus 10 wurden 11, aus 11 wurden 12… Ganze 5 Extrakilometer hatte die Etappe zu bieten und so ging dann allmählich die Luft aus. Mit ziemlich dicken Beinen, jedoch defekt- und sturzfrei erreichten sie das Ziel.

Platz 23 stand zu Buche. Ein weiteres Topresultat. Auch wenn nun der Weg nach weiter vorn extrem schwierig wird, denn die Luft unter den Top 20 ist schon verdammt dünn.

Doch mit Gesamtrang 24 lässt sich mehr als gut Leben, dazu noch drittbestes deutsches Duo.
Na alle Achtung!

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So

21

Mär

2010

CAPE EPIC l Stage 1 l

Wer bremst, verliert!

Mit der offiziellen Registrierung der Teilnehmer an der V&A Waterfront, Südafrikas Touristenattraktion Nummer eins, startete am Samstag das Team Vogtland Bike – Duo Arndt Meschke & Sven Gerber in das Abenteuer Cape Epic. Zwischen Robben Island und dem Tafelberg, direkt im Herzen von Kapstadts Frachthafen, wartete das Etappenrennen bereits hier mit einem ersten touristischen Highlight auf.

Was dann am Sonntag während der ersten Etappe folgte, stellte alles bisher erlebte auf Europas Etappenrennen in den Schatten. Die 117 Kilometer lange Tagestrecke von Diemersfontein, aus dem Herzen der Weinregion Wellington, nach Ceres bot weder einen sanften Einstieg, noch wartete sie mit Plauderpassagen im Eingewöhnungs-Tempo auf.

In Startblock 1, direkt neben den Favoriten auf den Gesamtsieg, nahm der Puls schon mal  Fahrt auf. Doch erstmal mitfahren, taktieren und sehen wie’s läuft? Keine Chance. Das Rezept lautete: Vollgas! Und das vom ersten Meter an. Durch die Weinberge ging es gleich vom Start weg bergan. Staubig, trocken bis sandig tief die Wege, dafür noch leicht bewölkt und “gemütlich“ warm das Wetter. Die ersten Wälder und Asphaltstraßen führten hinauf zum Bainskloof-Pass. Über den Fahrern kreisten permanente TV-Hubschrauber – auch das eine ungewohnte Atmosphäre. Arndt & Sven kamen bergan gut vorwärts und konnten sich so aus der Hektik im hinteren Feld heraushalten.

Was folgte, war der erste heftige Singletrails - abwärts, technisch anspruchsvoll, aber komplett fahrbar. Über die vom Wind gepeitschten Staubpisten ging es gen Halbzeit zur 2. Verpflegungsstation. In einer dieser waschbrettartigen Streckenabschnitte verlor Arndt eine Befestigungsschraube seiner Vorderradbremse. Aber wer bremst denn hier schon?
Die restlichen 50km muss also die Interradbremse doppelte Arbeit verrichten. Dazu erwachte noch die Sonne so langsam und die Temperaturen stiegen über die 30 Grad Marke, was vor allem bei den Streckenverläufen jenseits irgendwelcher Zivilisation auf Helm und Gemüht drückte.

Über einen kurzen steinigen Anstieg ging es über den letzen Bergkamm des Tages. Von hier aus gab es fantastische Ausblicke über das Wolsley Tal. Doch den Blick fesselten andere Dinge.  Dornen und scharfkantige Felsen versuchen die Reifen bei jeder Gelegenheit aufzuschlitzen. Vor allem mit einer fehlenden Bremskraft kein wirkliches Vergnügen. Doch damit nicht genug. Es folgte der krasseste Abschnitt des Tages. Entlang einer Eisenbahntrasse mussten die letzten 12 km zum Ziel zurückgelegt werden. Auf gröbsten scharkantigen Schotter, direkt im Gleisbett, durchzogen von breiten Eisenbahnschwellen, dazu noch ansteigend. Und das nach mehr als 100km. Der blanke Wahnsinn. 

Nach 5:26 h war der erste Tag geschafft. Mit Rang 27 im Elitefeld der Männer machten die beiden nicht nur eine überaus gute Figur, sondern rechtfertigte ihr Top 50- Einstufungen des ersten Startblocks. „Die Beine liefen eigentlich ganz gut. Arndts Motor läuft schon komplett rund - meiner stottert ja bekanntlich die erste Etappe immer etwas. Von daher ist noch Luft nach oben, oder besser gesagt nach vorn.“ so Sven Gerber, während er bereits wieder sein Bike für die nächste Etappe fit machte und voller Vorfreude auf die morgige Etappe schielte.

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Fr

19

Mär

2010

CAPE EPIC l News from South Africa l

Nach den ertsen Tagen in CapeTown wird es jetzt langsam ernst. Arndt und ich packen gerade unsere Sachen zusammen, haben gerade die Bikes noch einmal "frisch" gemacht (war auch echt nötig ;o) - der Staub hier ist der Wahnsinn aber dazu später mehr.

Morgen geht es an die Waterfront (Touri Hochburg CapeTowns) zum Einschreiben in die Starterlisten und dann auch gleich im Anschluss zum Startort nach Wellington wo wir die letzte Nacht in einer Pension verbringen bevor es dann am Sonntag auf die erste Etappe (120km warten dabei auf uns) geht.

Die letzten Tage haben wir viel von der Stadt gesehen die uns die Strände angeschaut und am Kap der Guten Hoffnung gewesen - CapeTown ist echt eine spannende und lebendige Stadt ohne Stress und man fühlt sich echt wohl.

Die Gewöhnung an das Klima hat denke ich ganz gut geklappt - Arndt war am ersten Tag irgendwie ziemlich platt Magen Verstimmung anscheinend - ist aber jetzt wieder fit. Meine Erkältung hat sich auch gelegt von daher sind wir eigentlich körperlich gut gerüstet. Das Klima hier ist dennoch heftig 30-35° Hitze, und ein teilweise orkanartiger Wind sind nicht zu unterschätzen

Die letzten Tage waren wir auch einige Male in den Trails am Tafelberg unterwegs um uns an das Terrain zu gewöhnen. Gestern haben wir dann eine Einheit der schnelleren Gangart als Vorbelastung gefahren. Hoch über Capetown am Lions Head sind wir bei Sonnenuntergang richtig geniale technisch anspruchsvolle Trails gefahren. Der Untergrund ist sehr anspruchsvoll und verlangt Mensch und Maschine einiges ab. Dornen und scharfkantige Felsen versuchen die Reifen bei jeder Gelegenheit aufzuschlitzen und dieser feine rote Staub kriecht in jede Ritze. Es war definitiv die richtige Wahl auf etwas schwerere dafür hoffentlich pannensichere Reifen zu setzen!
Neben vielen Touristen sieht man in CapeTown doch hin und wieder bekannte Gesichter aus der Bike-Szene - Karl Platt mit seinen Bulls Jungs sowie das Multivan-Merida Team. Die Locals geben sich an den steilen Kanten um CapeTown den letzten Schliff.

Wir freuen uns schon auf Sonntag dann geht´s endlich los - nach 6 Monaten Vorbereitung fällt um 9:00 der Startschuss!

 

Vg aus Cape town

Sven

 

-->PICS

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Sa

13

Mär

2010

CAPE EPIC l Departure l

Nach ~6 Monaten Vobereitung ist es nun soweit - heute fliegen wir nach CapeTown. Wir konnten trotz des doch strengen Winters unser Trainingsprogramm recht gut abfahren. Die Grundlageneinheiten waren dabei kein Problem - die intensiven Kraftblöcke wegen der Kälte schon eher. Alles in allem kamen wir recht gut durch den Winter.

 

Die letzte Woche hielt dann noch einige "Überraschungen" für uns bereit. Arndt steckt in den letzten Zügen seiner Diplomarbeit und hatte neben Festplattencrashs auch noch mit Problemen an seinem Bike zu kämpfen. Dank der schnellen Hilfe von CUBE konnte er diese aber schnell lösen Thx to Sebastian! Bei mir hielt der Job noch ein paar "Spezialaufgaben" bereit und ein kleiner Infekt läßt derzeit nur lockeres Pedalieren zu --> bis zum Start wird alles gut ;o).

 

Just in Time haben wir nun auch das gesamte Equipment für das Rennen zusammen. Neben dem gesamten PowerFood von Aktiv3 und Sponser ist auch die neue Team Wear nun bei uns eingetroffen. Ausgestattet mit neuesten Materialen von Biehler und 4-Socks bleiben keine Wünsche mehr offen.

 

Die Bikes sind in den Flugkoffern verstaut um 17:15 geht es nach CapeTown -->  30° und Staub sind definitiv besser als -5° und Schneeregen ;o) .

 

Rock´n´Roll Sven

 

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Fr

12

Mär

2010

CAPE EPIC l press release & pics online l

official press release and pics are online - THX to Rickster and Stiffy

 

Team Vogtland Bike in Südafrika beim größten und schwersten Mountainbike- Rennen der Welt
Wenn am 21.März der Startschuss zum größten Mountainbike-Event der Welt fällt, nehmen mit Arndt Meschke (Klingenthal) und Sven Gerber (Oelsnitz) vom Team Vogtland Bike erstmals zwei Vogtländer am prestigeträchtigsten Abenteuer-Rennen am Westernkap in Südafrika teil.
„The Magical and Untamend MTB-Race" - das „unglaublichste und wildeste Mountainbike-Rennen" auf dem afrikanischen Kontinent, wie sich die Veranstalter selber betiteln, gilt dabei als das härteste Mountainbike-Etappenrennen der Welt - nicht nur wegen seiner knapp 15.000 Höhenmeter, ...

 

--> PRESS RELEASE

--> PICS

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Fr

22

Jan

2010

CAPE EPIC l TeamWearEdition & SponsoringConcept l

Die Vorbereitungen für das Rennen laufen an allen Ecken und Enden auf vollen Touren, neben den Trainingseinheiten im "leicht erhöhten" Pulsbereich haben wir in den letzten Wochen das Layout für die Special Edition der Team Wear fertiggestellt - thx to biehler!

Weitere Details und Informationen zum Rennen sind in einem Sponsoringkonzept für das Cape Epic zusammengefasst - reinschauen lohnt sich thx to Derrick & Christian ;o).

 

Viele Grüße vom Ergometer

Sven

--> TeamWear CapeEpic Edition

--> Sponsoring Concept

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Fr

15

Jan

2010

Saison 2010 --> Südafrika wir kommen

Die Saison 2010 hat für mich schon früher begonnen als die letzten Jahre. Bereits im Oktober habe ich wieder mit dem Grundlagentraining begonnen.

Die Antwort auf die Frage warum, ist einfach - Arndt und ich werden im März beim CAPE EPIC in Südafrika am Start sein. Die Idee hatten wir während der Transalp 2009. Wie auch bei der Transalp werden die Startplätze verlost - und wir sind ein Team unter den Happy Winners.

Etappenrennen im März fahren, heißt natürlich ein ganz anderen Saisonaufbau planen - wir haben bereits einiges an Grundlagenkilometern in den Beinen und sind derzeit dabei den Körper in höheren Pulsbereichen auf das Kommende vorzubereiten.

Neben den allgemeinen Strapazen eines Etappenrennens hält das Cape Epic noch ein paar ganz besondere Highlights für die Starter bereit. Frau Hitze wird zusammen mit Herrn Staub zum gemeinen Gegner werden. Mr. Dorn wartet nur darauf die Reifen zu durchstechen (einige Fahrer berichten von 8 Platten - in einer Etappe !!!). Auf der Starterliste liest man ähnlich wie bei der Transalp viele prominente Namen - neben ehemaligen Straßenprofis und Ironmans lassen es sich die Größen des MTB-Sports nicht nehmen dem Rennen ihren Stempel aufzudrücken.

Für uns wird das Rennen ein einziges Abenteuer - die Vorbereitung läuft voller Ehrfurcht vor dem was uns erwarten wird.

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