Mi
02
Jun
2010
Transgermany
Horror-Einstieg 2010: 7 Starter + Pech² + H2O + 3xCO2 = 4 Starter
Mit der vierten Teilnahme bei der vierten Auflage startete das Team Vogtland Bike Schöneck in die diesjährige Trans Germany. Nicht nur auf neuer Strecke, nicht nur verkürzt auf vier Etappen.
Nein, so groß wie noch nie zuvor präsentierte sich das größte Etappenrennen Deutschlands. Sage und schreibe 1.200 Teilnehmer warteten in den unterschiedlichen Startblöcken in Garmisch auf die
allseits bekannte Etappenhymne Highway to hell von AC/DC!
Bereits zu diesem Zeitpunkt waren die meisten Trikots und Hosen vom Regen wassergetränkt. Wie in den letzten Jahren auch, wartete die Auftaktetappe mit dickem Wolkenband, ordentlichen Regengüssen
und glitschigen Schlammpassagen auf. Kein Bikerwetter. Dazu noch Temperaturen knapp über den Gefrierpunkt ließen die Hände und Füße regungslos am Lenker oder Pedal kleben. Rennchef Uli Stanciu
sprach gar von der nasseste Etappe in die Geschichte der Trans Germany…
Doch wer vorne mit dabei sein wollte, musste von Anfang an Gas geben. Auch wenn die ersten knapp 85 Kilometer von Garmisch-Partenkirchen nach Lermoos nicht unbedingt die technisch
anspruchsvollsten waren, so eigneten sich die gut 2.200 Höhenmetern sehr wohl dazu, gleich ordentlich Minutenpackungen zu erhaschen oder zu verteilen.
Gleich vom Start weg ging es ohne Aufwärmrunde knackig bergauf zur Partnachalm. Bereits hier zeigte sich bei dem ein oder anderen eine eher ungenügende Kraftentwicklung bzw. technische
Problemchen. Während Arndt Meschke nach einem Platten zum ersten Mal seinen Reifen flickte und Sven Gerber mit Pulsproblemen nach seiner Form suchte, waren die ersten Gruppen weg. Nur Norman Carl
konnte sich noch festbeißen und über das Gut Elmau und den Ferchensee in die Leutasch hinein in einer der Verfolgergruppen “überleben“. Dahinter kämpften Rico Leistner und Sven Friedrich in einer
weiteren Gruppe.
Weiter ging die Route über das ins Inntal, das Gaistal bis zur Ehrwalder Alm. Während die Spitze des Feldes den Altmühlensteig nach Ehrwald herein flog, versuchte Arndt Meschke bereits erneut
seinen zweiten Platten abzudichten. Sven Gerber war gar schon ausgestiegen. Die gesundheitlichen Defizite nach überstandener Viruserkrankung waren einfach zu groß. Als weiterer Ausfall musste
Daniel Lawitze das Rennen beenden und sich nach einem schweren Sturz zur Untersuchung ins Krankenhaus begeben.
Norman Carl, Rico Leistner und Sven Friedrich kämpften dagegen weiter gegen Kälte und Nässe an. Dazu auch noch Jaqueline Männel im Frauenfeld.
Erst die steile Abfahrt bis zum Lermooser Moos, wo Bremsen mit angefrorenen Händen nur schwer möglich war, dann folgte die Schwerstarbeit – der extreme Anstieg zur Tuftlalm. Und wie sollte es
anders sein. Während Norman Carl im Forderfeld weiter den Anschluss zu den Top50 hielt, pumpte Arndt Meschke ein drittes Mal. Wieder Platten, wieder Schlauchwechsel, wieder Zeitverlust.
Über die Abfahrt von Lähn über Obergarten ging es hinunter zum Ziel nach Lermoos. Mit Rang 57 für Norman Carl und Rang 90 für Arndt Meschke, der nach Zieleinlauf ebenfalls demoralisiert ausstieg,
endete die erste Etappe. Dahinter folgten bei ihrer Prämiere Rico Leistner auf Rang 148, Sven Friedrich auf Rang 101 der Masterskategorie und Jaqueline Männel auf Rang 46 in der
Damenkonkurrenz.
Während Ex-MTB-Weltmeister Christoph Sauser (Team Specialized Factory Racing) aus der Schweiz seinen Sieg feierte, herrschte im Team Vogtland Bike Schöneck Ratlosigkeit.
Was für ein Tag - Pech auf ganzer Linie und bereits zum Auftakt auf 4 Fahrer dezimiert…

